Leasing aus Sicht des Arbeitgebers

Früher galt „Mehr Gehalt durch mehr Leistung“. Doch diese Formel gilt schon lange nicht mehr. Schuld daran ist der Staat. Denn nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben bleibt dem Arbeitnehmer nicht mehr viel übrig.

Also stellen die Unternehmen die Bemühungen ein, noch höhere Gehälter zu zahlen und spendierten den Mitarbeitern einen Dienstwagen. Angela Böhm, Geschäftsführerin des Marktforschungsinstitut Dataforce, sagt hierzu. „Der Dienstwagen erhöht immens die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter.“ Zudem steigt im gleichen Maße die Identifikation mit dem Unternehmen und der Mitarbeitet wird so langfristig an das Unternehmen gebunden.

Diese Vorteile eines Unternehmens sprechen sich schnell bei den Fachleuten herum und werden so zu Ihnen gelockt. Fast jeder Dritte ist davon überzeugt, dass ein Dienstwagen die Attraktivität seines Arbeitsplatzes erhöht. Die folgende Statistik unterstreicht dies:

Neben diesen sozialen Aspekten eines Dienstwagens, gibt es auch viele wirtschaftliche Gründe, die für die Dienstwagen sprechen. So fallen geringere Lohnnebenkosten für das Unternehmen an und die Leasingraten für den Dienstwagen sind Betriebsausgaben, die sich steuermindernd auswirken.

Nach einer Studie von TNS Infatest möchte jedes vierte Unternehmen in Zukunft mehr Leasingfahrzeuge ordern. Spitzenreiter sind hier die Branchen Beratung und IT, gefolgt von dem verarbeitenden Gewerbe.

Hinzu kommt das Full-Service-Leasing, welches stetig beliebter bei den Unternehmen wird. Nach Aussage von TNS Infatest würden 55 Prozent zu dieser Leasingvariante greifen. Vorteil bei diesen Rundum-Service: Man muss sich bei diesem Wagen um nichts mehr kümmern. Hier ist alles Inklusive, angefangen von Inspektionen, Benzin, über Versicherungen bis hin zum Schadensmanagement. „Solch umfassender Service senkt drastisch den Verwaltungsaufwand und spart damit viel Personal“, so die Dataforce-Managerin Böhm. Bei Unternehmen mit 20 bis 50 Angestellten würden laut TNS Infatest 62 Prozent dieses Full-Service-Leasing in Anspruch nehmen.

Je mehr Autos im eigenen Fuhrpark stehen, umso größer wird der Selbstverwaltungsaufwand.
Deshalb entscheiden sich immer mehr Firmen dazu das Fuhrparkmanagement komplett an die Leasinggesellschaft auszulagern. Laut Branchenkennern soll das Auslagern des Fuhrparkes rund 20 Prozent der Kosten für Ihre Autos sparen.

Händlerbeteiligung

Immer wieder hören wir von verärgerten Autokäufern, die am Ende eines Verkaufsgespräches oder still und heimlich eine Händlerbeteiligung untergeschoben bekommen. Wir möchten Ihnen erklären, was ist überhaupt eine Händlerbeteiligung und wie kommt sie zustande.

Viele Autohändler werben mit extrem günstigen Finanzierungsangeboten. Teilweise werden Kredite mit 0,0 Prozent Zins angeboten. Diese Aktionsangebote werden von Autoherstellern oder deren Hausbanken gestützt. Da aber auch diese kein Geld verschenken wollen, müssen sich die Autohändler mit an der Subventionierung des Autokredits mit beteiligen. Sie müssen also einen bestimmten Prozentsatz an den eigentlichen Kreditgeber, meist die Hausbank oder direkt der Hersteller, zahlen. In der Regel liegen diese Händlerbeteiligungen zwischen 1,0 bis 2,5 Prozent des Nettokreditwertes, in Einzelfällen kann diese auch höher liegen.

Ein Sprecher des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe sagte, dass sich die Autohändler üblicherweise einen gewissen Teil der Händlerbeteiligung wieder vom Kunden zurückholen. Dies geschieht meist entweder versteckt in der monatlichen Rate oder der Autokäufer bekommt nach Vertragsunterzeichnung einige Wochen später eine Rechnung über oben genannte Händlerbeteiligung zugesandt. Diese Klausel wurde so clever im Kaufvertrag versteckt, dass sie kein Kunde finden konnte. Da also die meisten Händler diese Beteiligung nicht offen ausweisen, kommt es im Nachhinein oft zu Differenzen zwischen Autohändler und Kunden.
Tipp: Bevor Sie ein Auto finanzieren, sprechen Sie den Händler offen an, ob es bei Ihrem Händler auch eine Händlerbeteiligung gibt und wie hoch diese in Ihrem Fall ist.

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